Dürens neue Freunde

Blick auf Eregli, Dürens neue Partnerstadt

Wenn wir denn nun heute auch wieder über Fußball schreiben wollten, könnten wir einen schönen Bogen zum eigentlichen Thema schlagen: Düren und Eregli. Beide Orte sind nun offiziell Partnerstädte. Eregli, rund 100 000 Einwohner stark, liegt im Nordwesten der Türkei am Schwarzen Meer.
Und was hat das mit Fußball zu tun? Na ja, ein gewisser Mesut Özil kommt aus der Kante, jedenfalls hat seine Familie ihre Wurzeln dort. Und dann die Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine: Deutschland und die Türkei sind in einer Gruppe und wer weiß, vielleicht schaffen es beide Mannschaften und beim Public Viewing ist nicht nur die Hütte vor dem Dürener Rathaus voll, wenn Deutschland spielt, sondern auch bei allen Türkei-Partien – wie schon 2006.
So, zurück zur Städtepartnerschaft mit Eregli. Fast 60 Familien, die heute in Düren leben, stammen aus dem sehr ansehnlichen Städtchen; deshalb eignet es sich auch so gut für eine Partnerschaft. Aber überhaupt: Mehr als 7000 Türken leben in Düren, seit Generationen, wurde es da nicht mal höchste Zeit für eine Städtepartnerschaft? Es wurde.
Nun geht es darum, das Ganze mit Leben zu füllen: Schüleraustausche, Vereine, die sich gegenseitig besuchen, Privatleute – vielleicht irgendwann so, wie das zwischen Düren und Altmünster oder Valenciennes längst Normalität ist.
Freilich wird das nicht ganz so einfach. Aus zwei Gründen: Ein Problem kann sein, dass türkische Schüler schon mal Deutsch lernen, das umgekehrt aber selten der Fall ist. Dazu kommt die Entfernung: Zehn bis zwölf Stunden muss man rechnen, mit Flugzeug und Bus. Es braucht Engagement. Dann wird es gelingen, keine Frage. Es wird gelingen.
Einen Flughafen gibt es nicht in der Nähe. Deshalb landet der Gast in Istanbul. Eregli ist touristisch wenig bis gar nicht erschlossen, es gibt keinen Strand, statt dessen aber jede Menge Flair und Atmosphäre. Eregli, das hat schon was von ursprünglicher Türkei. Nette Restaurants, freundliche Leute, hübsche Boote, grandiose Sonnenuntergänge über dem Schwarzen Meer – und wenn im Frühsommer das Erdbeerenfest gefeiert wird, dann ist richtig Betrieb: Bis zu einer Million Menschen kommen dann nach Eregli. Darunter, wie in der Türkei üblich, viele Fußballfans.
Aber der Fußball soll ja gar nicht das Thema sein.

 Und hier geht’s zur Bildergeschichte:

httpv://www.youtube.com/watch?v=7Qb-xct5g8g

 

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