Zwei Premieren in Düren

Heute dann gibt es zwei Premieren in Düren. Zum ersten Mal wird öffentlich darüber diskutiert, ob eine Schule wegen Geldmangel geschlossen werden soll. Und zum ersten Mal findet auch der “DN”-Talk, eine von den Dürener Nachrichten veranstaltete öffentliche Gesprächsrunde statt – zu genau diesem Thema, das in Düren so heftig diskutiert wird wie kaum ein anderes in den vergangenen Jahren.
Laut Bürgermeister Paul Larue ist das auch nötig. Der CDU-Politiker kündigte an, alle Argumente pro und contra sorgfältig abzuwägen, bis der Stadtrat am 5. Dezmeber endgültig entscheidet. Es gibt freilich schon einen so genannten Grundsatzbeschluss, der am 30. Juni vom Dürener Rat gefasst wurde. Danach soll die Realschule Nord geschlossen werden.
200 000 Euro will die mehr als klamme Stadt Düren damit jährlich an Unterhaltskosten für das Gebäude sparen. Und zusätzlich rund 2 Millionen Euro, die in das Haus investiert werden müssten, wenn es weiter genutzt würde.
Diese Summe aber wird auch schon mal in Frage gestellt.
Ab 2013 sollen die jetzt gut 420 Nordschüler dann in der Realschule Bretzelnweg unterrichtet werden. Schon ab kommendem Jahr soll die Nordschule keine neuen Schüler mehr aufnehmen.
Seit all das bekannt ist, gab es jede Menge Protest der RSN. Friedlich und meist kreativ vorgetragen.
Heute ab 19.30 Uhr wird beim “DN”-Talk weiter diskutiert. Auf dem Podium neben Bürgermeister Larue der Vorsitzende des Schulausschusses, Hermann-Josef Geuenich (CDU), RSN-Leiterin Pia Fuchs-Dransfeld, ihr Kollege vom Bretzelnweg, Walter Norbisrath, Dagmar Nietan, schulpolitische Sprecherin der SPD, und Verena Schloemer, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Moderiert wird der “DN”-Talk von Sandra Kinkel und Ingo Latotzki.

+++ Sollten Sie, lieber Düren-spüren-Leser Fragen haben, die wir heute Abend ans Podium stellen können, bitte mitteilen. Nutzen Sie die unten stehende Kommentar-Funktion. Meine Kollegin und ich werden Ihre Anliegen vorbringen und berichten. +++

2 Kommentare zu Zwei Premieren in Düren

  • Ferebauer, Rolf

    Sehr geehrte Damen und Herren.

    Zunächst möchte ich mich für den aufrichtigen Versuch beim “DN”-Talk bedanken etwas Licht in die Angelegenheit: “Schließung der Realschule Nord” zu bringen. Es wäre jedoch die erste Veranstaltung gewesen bei der ein Politiker der Stadt Düren konkret zu dieser Thematik Stellung bezieht.
    Das das Gebäude der Realschule Nord bereits so gut wie verkauft ist, wird Ihnen als gut unterrichtete Presse nicht entgangen sein. Warum man dies erwachsenen Menschen nicht sagen kann weiß ich nicht. Warum jedoch ein System, welches nachweislich in den letzten Jahren nicht funktioniert hat (Bretzelnweg hatte einmal ca. 750 Schüler und hat heute noch etwa 350 Schüler) ein funktionierendes System schlucken soll, geht mir als Geschäftsmann völlig ab.
    Da ich in unserem Betrieb jedes Jahr zwei praktische sowie einen kaufmännischen Azubi einstelle und ausbilde wage ich mir zu erlauben die Qualität der Schüler zu beurteilen und hier hat die Realschule Nord sowie die Realschule Wernerstr. eindeutige Vorteile die ich auch anhand von Einstellungstests belegen kann.

    Ich kann ja sehr gut nachvollziehen, dass die Stadt sparen muss. Es liegt auch auf der Hand, dass hier der Bereich Schule durch den demographischen Wandel auf dem Prüfstand steht. Aus wirtschaftlicher und aus bildungspolitischer Sicht kann es nur eine Lösung geben, bei der beide Seiten auf einen Teil ihrer Komfortzone verzichten.
    Die RSN zieht in das Gebäude der Realschule Bretzelnweg; die Schule erhält evtl. einen neuen Namen und die Leitung übernimmt das bessere Team aus der RSN. Dies hört Herr Norbisrath vielleicht nicht gerne, wäre aber evtl. eine Lösung, mit der alle Seiten leben könnten.

  • Bemerkenswerter Beitrag von Herrn Ferebauer! Selbigem schliesse ich mich gerne an!

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