Das Bild zum Sonntag

Hallo Düren,

Spieglein, Spieglein an der Wand. Wo steht das schönste Rathaus im ganzen Land?
Gleich neben der Public Viewing-Meile, die heute Abend erlebt, wer im Halbfinale gegen Jogis Jungs auflaufen wird. England, Italien? Wir nehmen es, wie’s kommt und halten es mit den großen Fußball-Philosophen, die da sagen: Wer Europameister werden will, muss alle schlagen. In diesem Sinn einen schönen Sonntag.

Millionen Tore, Tausende Träume

So reichlich ist Düren nicht gesegnet mit Bolzplätzen. Dieser hier liegt im Osten der Stadt, im Satellitenviertel. 40 Jahre dürfte es die Anlage schon geben. Das Viertel selbst ist Anfang der 60er Jahre entstanden. Der Bolzplatz hat wahrscheinlich schon Millionen Tore gesehen und tausende Träume sind hier geträumt worden. Die von der großen Fußball-Karriere, einmal nicht mehr hier auf dem Platz stehen, sondern im Stadion: Köln, Gladbach oder gleich bei den Bayern. Vielleicht Real Madrid oder Barcelona? Und irgendwann zu einem großen Turnier, WM, EM – wie jetzt in Polen und der Ukraine. Ob es jemals einer schafft? Vielleicht. Im Grunde egal. Was zählt, sind auch die Träume. Und zunächst mal reicht es den meisten Kids in diesen Tagen, die EM einfach nachzuspielen. In Gedanken in die Rolle von Özil und Schweinsteiger zu schlüpfen. Zu gewinnen, den Titel zu holen. Alles Weitere kann sich ergeben.

Was bloß anfangen mit diesem fußballfreien Tag? Ob der Dichter auf unserem Foto Rat weiß?

Und jetzt? Was anfangen mit diesem Abend? Mit diesem fußballlosen Abend? Die Vorrunde ist vorbei – und morgen erst gibt es das erste Viertelfinale. Heute: nichts! Da bekommt man(n) schnell Entzugserscheinungen und gerät ins Grübeln, wie die Statue auf unserem Bild im kleinen Park am Stiftischen Gymnasium. Welchen Sinn hat der Tag? Nirgendwo in Sicht die 22 Männer in kurzen Hosen, die versuchen, das Runde ins Eckige zu bekommen. Deshalb auch kein Public Viewing auf dem Kaiserplatz, in den Kneipn der Stadt, nirgendwo. Und wahrscheinlich auch nur deshalb haben wir wieder einen Blick für andere Orte im Städtchen, etwa diesen hier an der Ecke August Klotz-Straße/Aachener Straße: Das Stadtwappen und ein in Stein gemeißelter Denker. Vielleicht dichtet er ja gerade an der EM-Geschichte 2012 und dem nächsten deutschen Sieg.

Mit voller Kraft voraus

Das ist doch mal ein gutes Omen. Das Wasserrad an der Pleußmühle in Düren auf einem Bild mit einem schwarz-rot-gold geschmückten Balkon an der Weierstraße. Passend fürs Viertelfinale am Freitag. Volle Kraft voraus. Jogis Jungs sollen die Griechen mächtig unter Strom setzen. Das Wasserrad der Stadtwerke produziert ordentlich davon, es reicht für zig Dürener Haushalte. Und es geht rund. So wünschen wir uns das Spiel! So und nicht anders!

Wie Werbung wirklich wirkt!

Eine Klasse-Werbung! Und so passend. Gesehen am Stadtcenter in Düren. Darauf genehmigen wir uns eine Helles. Wie zum Sieg gegen Dänemark. Jogis Jungs nun im Viertelfinale. Und Düren wird noch mehr als jetzt schon schwar-rot-gold. So soll das sein. Damit es weiter löwt. Noch drei Spiele!

Das Bild zum Sonntag

Hallo Düren,

Kleine EM gestern in Gürzenich. Die Grundschule feierte 40. Geburtstag und während auf dem Schulhof Spiele und Aufführungen geboten wurden, kickten einige Jungs auf dem Sportplatz nebenan. Gomez & Co. von morgen. Heute aber wünscht Düren spüren erst einmal einen schönen Sonntag – und einen Sieg gegen Dänemark!

:-) Frauen und Fußball :-)

EM? War da was??? Ach, dieses Spiel, wenn 20 erwachsene Männer einem Ball hinterherrennen. Und andere erwachsene Männer vor der Kiste sitzen und schreien und schwitzen und jubeln und sich ärgern als gäbe es kein Morgen. Ist das EM? Das ist EM!

Da ist Musike drin…

Überall EM in Düren. Fähnchen und Flaggen vielerorts. Und auch in der Musikschule heißt es: EM. Auf dem Plakat ein Fußball. Wunderbar. Und dann lesen wir, wofür EM steht: Europäische Meister spielen auf. Chopin etwa. Montag, 18. Juni, 19 Uhr, Haus der Stadt. Ja, und wir sind dann mal so frei zu sagen, dass ein anderer Europäischer Meister schon am Sonntag aufspielt. In Lviv kicken Jogis Jungs gegen Dänemark. Gomez & Co. Steht das nicht auch für EM? Wir hoffen das mal. In jedem Fall kann man eines sagen: Wenn Deutschland spielte, hieß es bisher: Da ist Musike drin. Das soll so bleiben, das wird so bleiben. EM eben. Europa-Meister!

Man sieht sich immer zwei Mal? Hoffentlich nicht! Höchstens am Strand…

Domburg ist ja gewissermaßen ein Stadtteil von Düren. Vor allem in den Sommerferien… Überall nur Dürener!
Das wird auch so bleiben. Wir fahren im Sommer ohne Häme in die Niederlande. Ehrensache! Und während der EM kommt schon mal gar keine Häme auf. Weil wir diese Weisheit kennen: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Nicht, dass Oranje das bei der EM noch wörtlich nimmt, völlig überraschend das Unmögliche möglich macht, doch noch weiter kommt und uns im Finale das Leben schwer macht…

Warum sich Atze Kremer, Dürens größter Fußball-Fan, einen Bart wachsen lässt

EM-tauglich dekoriert: das Stadtcenter in Düren.

Atze Kremer ist ein Mensch, der sich durch nichts und niemanden beeinflussen lässt. Das sieht er selbst so. Hat er immer so gesehen. Deshalb stört ihn auch nicht, dass er heute in der Presse quasi niedergemacht wurde. Also nicht er direkt, aber sie haben ihn gemeint: Die Fußball-Fans. Und so einer ist er. Nicht irgendeiner, natürlich: er ist der größte Fußball-Fan Dürens.
Diese Schmierfinken haben geschrieben, dass die allermeisten Nahrungsmittel, auf denen für die Europameisterschaft geworben wird, schädlich sind; sie sind fett, sie machen fett, sie sind süß und ungesund.
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