Urban muss leben

Peter Borsdorff hat einen denkwürdigen Anruf bekommen. Einen Anruf, der ihn in den nächsten Wochen wieder antreiben wird. Er läuft für einen achtjährigen Dürener, der an Mukoviscidose, einer Lungenkrankheit, leidet. Der Junge braucht dringend eine Spender-Leber. Die Eltern können offenbar nicht spenden – aus medizinischen Gründen. Sie sind auf Hartz IV angewiesen und brauchen jeden Cent. Die Behandlung ihres schwer kranken Kindes ist teuer. Urban muss in einer Klinik in Norddeutschland behandelt werden. Das alles war Gegenstand des Telefonats, das Peter Borsdorff dieser Tage mit Urbans Vater führte. Der Läufer mit der Sammelbüchse wird dieses Gespräch so schnell nicht vergessen.
Düren spüren wird heute den Brief, den der 67-Jährige an viele Multiplikatoren geschickt hat, im Wortlauf veröffentlichen. Darin stehen auch alle notwendigen Hinweise, wie Urban geholfen werden kann.
Peter Borsdorff vorzustellen, ist eigentlich nicht nötig. Der Läufer mit der Sammelbüchse hat seit 1995 mit seiner Aktion “Running for Kids” weit mehr als 400 000 Euro auf Volksläufen und über Spenden gesammelt. Das ist einmalig.
Düren spüren versucht sich heute dem Mann, der nun dem achtjährigen Urban helfen möchte, über ein kurzes Interview zu nähern- es sind ein paar persönliche Fragen, die der DTVer offen beantwortete. 

1. Woraus ziehen Sie Ihre Motivation, immer wieder die Laufschuhe zu schnüren?
Es ist für mich ein großes Glück, mit meiner Lauferei Kindern helfen zu können.

2. Was gibt es Ihnen persönlich, wenn Sie sehr kranken oder behinderten Kindern helfen?
Dass ich mit “Running for Kids” unterwegs sein kann, bedeutet für mich LEBENSQUALITÄT.

3. Wenn Sie wie jetzt für Urban laufen, sind Sie sehr stark in das Schicksal des Jungen involviert. Wie gehen Sie mit solch schweren Erkrankungen um?
Ich muss zugeben, ich bin dabei nicht der stärkste Mann. Manchmal kann ich darüber nachts stundenlang nicht schlafen. Ich kann auch weinen!

4. Was ist Ihr Lebensmotto?
Ärmel hochkrempeln und aus jeder Situation das Beste machen!

5. Womit kann man Ihnen eine Freude machen?
Eine Zusage an “Running for Kids” für eine Unterstützung…, damit kann ich dann weiter helfen.

6. Was machen Sie, wenn Sie nicht für “Running for kids” unterwegs sind?
1. PR-”Arbeit” für RfK. 2. Fotografieren. 3. Nordschleife Nürburgring. 4. Meine Lauftreffs. Und ich bin nach wie vor ein Fan von Rockmusik und entsprechenden Konzerten. Lieblingsgruppen Status Quo, Nazareth u. weitere. Heute Abend bin ich in der Kölner Arena bei WESTERNHAGEN….

7. Was ist ihr Lieblingsplatz in Düren?
Der Bereich um Schloß Burgau.

8. Welches Buch liegt auf Ihrem Nachttisch?
“Amore, amore! Liebe auf italienisch” von Maria Carmen Morese und “Russland” von Thomas Roth.

9. Was macht Sie wütend?
Politiker, die nur sich selbst im Auge haben und dies über Netzwerke kundtun….

10. Wenn Sie Bürgermeister von Düren wären, würden Sie als Erstes… 
…dafür sorgen, dass der Abenteuerspielplatz im Grüngürtel endlich fertiggestellt wird. Und dass der Bestand der Tagesmütter-Kita “Krümelkiste” gesichert wird.

Noch mehr Infos zur Aktion: http://www.runningforkids.de.vu/

UND HIER GEHT`S ZUM BRIEF, DEN PETER BORSDORFF AN MULTIPLIKTOREN GESCHRIEBEN HAT:

Ein gutes Omen

Lauf2
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Der 11. Peter- und Paul-Lauf machte mehr als 9600 Kilometer.

Sie laufen für Kinder – wunderbar!

Es hat gereicht. Düren – Südafrika, das sind knapp 10 000 Kilometer. Mehr als 9600 km legt das Feld beim 11. Peter- und Paul-Lauf zurück, über 24 000 Runden. Kompliment. “Können Sie nachvollziehen, warum ich [...]